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 Lydia Schmidinger
Michael Thomasberger   

BAV UU 20210330 0130 Jahre erfolgreiche Gemeindekooperation
Vor 30 Jahren wurde durch die gesetzliche Verpflichtung, wonach die Kommunen in Oberösterreich die Abfallbewirtschaftung GEMEINSAM erfüllen müssen, eine Entscheidung getroffen, die österreichweit und darüber hinaus beispielgebend war und nach wie vor erfolgreich und zukunftsweisend ist.

Die OÖ Umwelt Profis haben sich in der Abfallwirtschaft eine unersetzliche Position erarbeitet, getragen von Professionalität und Bürgernähe. Fazit: Gemeindekooperationen rechnen sich, damals, heute und in Zukunft.“
Vorsitzender des OÖ. Landesabfallverbandes Bgm. Roland Wohlmuth.

Aus Anlass des 30 Jahre Jubiläums der Bezirksabfallverbände startet auf der Homepage des Bezirksabfallverband Urfahr-Umgebung eine Beitrags-Serie unter dem Titel „BAV History“ mit wöchentlichen Beiträgen zur Entwicklungsgeschichte der kommunalen Abfallwirtschaft in OÖ. Interessante Fakten, persönliche Erinnerungen und schon Vergessenes werden diese Beitrags-Serie laufend erweitern. Im Herbst sollte daraus dann ein Archiv der Zeitgeschichte der BAV entstanden sein.

Eine Rückschau auf 30 Jahre erfolgreiche Gemeindekooperation

Auslöser für die Gründung der BAV war eigentlich eine Notlage. Denn steigende Abfallmengen füllten die Deponien im Lande vorschnell zu. Ein „Deponienotstand“ wurde vom damaligen Umweltanwalt Dr. Wimmer vorausgesagt. LH a.D. Dr. Josef Pühringer war damals Umweltlandesrat und fand den Ausweg in der gesetzlich verpflichtenden Gründung der BAV als Gemeindeverbände nach dem OÖ Abfallwirtschaftsgesetz 1991. Alle Gemeinden eines Bezirkes mussten gemeinsam einen Bezirksabfallverband gründen und sich zwei Aufgaben stellen: Durch Trennung der Altstoffe den Restmüll reduzieren und in jedem Bezirk eigenverantwortlich Deponievolumen schaffen. Beide Bemühungen wurden durch beträchtliche finanzielle Förderungen des Landes unterstützt. Mangels klarer Vorgaben wurden teilweise in Eigenverantwortung Verbandsstrukturen aufgebaut. Die ersten gewählten Obmänner der BAV waren entweder „gewichtige, erfahrene“ Bezirkspolitiker, oder es „traf“ die jüngsten Bürgermeister der Region.

Große Bedeutsamkeit erlangte demnach die getrennte Altstoffsammlung. Testversuche beim ersten ASZ in Weibern zeigten, dass die Bevölkerung durchaus sensibilisiert werden konnte, Papier, Altglas und größere Kunststoffgebinde getrennt in Behälter einzuwerfen. Mit der Ausbildung und Anstellung von Abfallberatern begann die Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung. Einen zusätzlichen Entwicklungsturbo verursachte die Verpackungsverordnung des Bundes 1993. Produzenten mussten erstmals Verantwortung für ihre Verpackungen übernehmen. Beim Ausbau flächendeckender Sammelbehälter für Verpackungen konnten die BAV spezifisch für die Regionen akzeptable Sammelstrukturen entwickeln. Die ASZ Sammelmengen sind seitdem stetig gestiegen. So wurden beispielsweise im Jahr 1991 12.000 Tonnen Abfälle über die Altstoffsammelzentren gesammelt. 2020 lag die ASZ-Sammelmenge bei knapp 300.000 Tonnen. Allein der Anteil an gesammelten Verpackungen stieg seit 1991 von 2.300 Tonnen auf knapp 45.000 Tonnen an.

 

BAV UU 20210330